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Onkel Andys Tagebuch
  

Fahrt an den Lago Maggiore

2. Oktober 2008, 1 Mal gelesen.

Ich konnte mir heute Gott sei Dank den Luxus leisten und zu einer halbwegs vernünftigen Zeit aufstehen. Bis dahin war ich dann auch schon topfit ohne irgendwelche Beschwerden und düste so frisch, fromm, fröhlich, frei an die FH. Am Vormittag hatte ich noch eine Einheit Unterricht, am Nachmittag dann gleich zwei. Heute versuchte ich das Thema Texturierung zu vermitteln, was sich wieder mal als ziemlich happig erwies. Dabei musste ich das Thema UV-Map komplett außen vor lassen, da sich das zeitlich nie und nimmer ausging. Holy Moly, gerade mit der ersten Truppe war ich recht schneckig unterwegs, am Nachmittag konnte ich dann teilweise prompter auf evtl. auftretende Probleme reagieren. So hatten wir dort dann etwas mehr Zeit, die verschiedenen Materialeigenschaften auszuprobieren. Besonders dramatisch war eigentlich der Start - ich saß über 10 Minuten vor Beginn bereits im PC-Pool und hatte Maya und Co bereits gestartet. Allerdings brauchte mein verdammtes Notebook satte 20 Minuten, bis mal alles gestartet und dargestellt wurde. Erst viel zu spät kam mir die Idee, wie die Wartezeit zu überbrücken wäre - nämlich durch eine kleine Wiederholung der Vorlesung. So fragte ich ab, was denn alles hängen geblieben ist. Die Ergebnisse waren von Gruppe zu Gruppe ziemlich verschieden, was doch recht ungewöhnlich ist. Anyhow, das Kopieren von Dateien aus dem LMS in den Projektordner nahm auch unnötig viel Zeit in Anspruch. Hier hätte ich unbedingt am Vortag eine Mail raus lassen müssen, damit das alles schon im Vorfeld erledigt wird. So könnte man sich schon auch wertvolle Zeit sparen. Interessant ist immer wieder, dass es bei bestimmten Aufgaben etliche Minuten dauert, bis mal wer auf die Lösung kommt, obwohl sie in meinen Unterlagen stünde *ts* Ich erinnere mich, dass ich letztes Jahr noch ein bisschen mehr auf die unterschiedlichen Materialien eingegangen bin, was sich diesmal einfach nicht ausging. Es ist sowieso happig, innerhalb von 90 Minuten das Thema Texturieren durchzubringen. So habe ich mich für eine etwas sonderbare Herangehensweise entschieden. Wir texturierten die Oberfläche eines Schachbretts mittels einer planaren Projektion. Das macht natürlich nicht sonderlich viel Sinn, weil man die Textur auch einfach normal auf das Objekt mappen könnte. Gott sei Dank haben das ein paar Studenten auch bemerkt ;) Aber letztlich muss man sich mit Projektionen einfach auskennen, da ja auch UV-Maps zuerst projiziert werden, ehe sie vernünftige Texturkoordinaten bilden können.

Ankunft LagoDirekt nach dem Unterricht huschte ich dann zu Christoph Winsauer rüber, von wo aus ich dann mit ihm und seinem Bruder Thomas an den Lago Maggiore fuhr. Im Prinzip hätte auch Andi Wehinger mitfahren sollen, allerdings wurden ihm beruflich Steine in den Weg gelegt, weshalb er erst morgen nachkommen wird. Vor 20 Jahren (unser Running Gag) waren wir ja noch recht oft gemeinsam mit unseren Eltern unterwegs. Ich erinnere mich an coole Aktionen am Comosee und diverse Jass-Exzesse bei unseren Wanderungen. Unsere Eltern sind weiterhin gemeinsam etwa zwei Mal im Jahr unterwegs, allerdings hat man uns Kiddies nie mehr mitgenommen. So ist der Kontakt eigentlich ziemlich zu Grunde gegangen, bis wir vor etwa einem halben Jahr bei einem Jassabend beschlossen, doch wieder mal mit unseren Oldies auf einen kurzen Urlaubstrip mitzugehen. Und nun war es also soweit. Zu dritt schipperten wir über den Bernardino und landeten kurz nach dem Abfahren von der Autobahn wieder auf der selben. Oops, dieser Kreisverkehr war unser kleines Verhängnis. Ich hatte geglaubt, ein entsprechendes Schild zu sehen und Christoph vertraute mir blind und schoss zielgerichtet wieder auf die Autobahn in die komplett falsche Richtung. Nach dem Abfahren gelangten wir aber perfekt auf die richtige Straße und waren kurz vor neun im Hotel Bellavista in Vira. Meine Eltern sowie Winsis, Wehingers und Gorbachs saßen noch am Tisch im Speisesaal und wir drei bestellten uns noch ein feines Abendessen a la Carte. Dazu gab es feinen Hauswein, der zwar nicht ganz an die gestrigen Exemplare ran kam, aber doch recht süffig war. Als dann die Oldies ins Zimmer verschwanden, setzten wir drei uns noch an die Hotelbar. Die Bardame verstand kein Wort Deutsch, war aber irgendwie ganz witzig unterwegs. Allzu lang hielten wir es aber nicht aus, da sie die Heizstrahler abdrehten und die Bar dezent im Freien war. So gegen Mitternacht bezogen wir dann unsere Zimmer. Obwohl ich fein allein in einem Doppelbett pennen durfte, habe ich ziemlich beschissen geschlafen *sniff*

Vor Jahr und Tag..

 
 

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