Multimedia-Recherche und ein Sekt
Wie ein kleiner Irrer huschte ich heute wieder mal in den Weiten des Netzes herum, um mich über aktuelle Neuentwicklungen im Elektronik-Bereich zu informieren. Vormittags war ich vor allem von der neuen Smartphone-Generation angetan. Inzwischen haben diese Handy satte 8 Megapixel-Kameras und richtige Blitzfunktionen. Diversen Tests und Beispielfotos zufolge sind die Ergebnisse schon richtig brauchbar und fast mit digitalen Kompaktkameras zu vergleichen. Natürlich sind ein paar Abstriche zu machen und auch die Videofunktion beschränkt sich auf maximal 640×480 Pixel, aber es wäre eine durchaus zu überlegende Alternative zu einer Digicam. Mit meiner aktuellen bin ich ja schon länger nicht mehr wirklich zufrieden. Zum einen tauchen immer wieder schwarze Flecken auf, die sich dann nur manchmal mühsam wegschütteln lassen, zum anderen ist das Bildrauschen in dunklen Bildern einfach zum Kotzen. Na gut, bei so einer Handykamera gäbe es vermutlich keine qualitativen Quantensprünge, aber zumindest müsste man kein Extragerät herums schleppen. Man hätte immer die Knipse mit dabei, leicht, bequem, gut – würde mich schon reizen. Was dazu kommt sind natürlich die genialen Multimediafähigkeiten. Einige Geräte kommen durchaus schon an den Bedienkomfort eines iPhones oder iPods heran, sodass mobiles Musikhören und Videoschauen richtig cool wird
Die eingebauten UMTS-Fähigkeiten sorgen für mobiles Internet vom Feinsten und die drehbaren Displays für ein angenehmes Browsen. Besonders angetan hätte mir das Nokia N97, das aber erst in einigen Monaten erscheint und leider nur eine 5MP-Kamera besitzt (was aber nicht wirklich was heißt..). Die herausziehbare Tastatur ermöglicht ein angenehmes Tippen und das Vorhandensein eines ordentlichen Betriebssystems verspricht eine Vielzahl von vollwertigen Software-Produkten. Na, gerade billig ist solch ein Ding ja nicht, aber eventuell könnte es ja als Ersatz für ein Netbook dienen? Bei genauerer Überlegung sprechen dann aber doch einige Sachen FÜR ein richtiges Netbook, obwohl man damit natürlich keine Fotos machen kann. Die vollwertige Tastatur ist gerade zum Schreiben von längeren Beiträgen sicherlich unumgänglich, das größere Display macht das Betrachten von Bildern und Videos erst richtig sinnvoll und insbesondere ebooks sind sowieso erst ab 10 Zoll lesbar. Weiters kann man mit den Netbooks durchaus auch ordentlich arbeiten, also Fotos taggen, optimieren, in Galerien stellen, etc., Videos schneiden (naja, theoretisch) und so weiter. Da ich solch ein Gerät ohnehin primär zum Bloggen und Fotobearbeiten nutzen möchte, hat sich meine Idee mit den Smartphones eigentlich schon wieder erledigt. Aber geil wären die Teile schon *grins*
Riki kam dann am späteren Nachmittag von der Arbeit heim, wo ich dann aber schon bald wieder aufbrechen musste. Ich organisierte im Baumaxx noch schnell einen Untersetzer für unsere Palme, die uns auf Grund eines Lochs im 100€-Topf fast den Parkett komplett ruiniert hätte. Danach holte ich meine Eltern vom Bahnhof ab und fuhr mit ihnen nach Tosters. Dort stießen wir mal ein bisschen verspätet auf das neue Jahr an und tauschten die Erlebnisse der letzten Tage aus. Mum rekonstruierte den Wienaufenthalt minutiös – fast noch ärger als ich bei meinen Blogeinträgen
Anschließend musste ich noch bei diversen PC-Problemen helfen und July’s neuen Laptop ins Internet bringen. Irgendwie klappt das mit der WLAN-Verschlüsselung nie so richtig, ich weiß auch nicht. Das Zeugs ist echt übel unausgereift. So setzte ich halt weiter auf die Limitierung der Zugriffe auf bestimmte MAC-Adressen, was zumindest vor diversen Wardrivern schützt. So gegen neun wurde ich dann heim geführt. Dort krauterte ich auch eine kleine Ewigkeit mit dem WLAN herum. Ich bildete mir ein, jetzt endlich mal Wii und PS3 online bringen zu müssen, was aber leider unmöglich war. Durch ein Überbrücken von zwei WLAN-Geräten könnte die Sache theoretisch funktionieren, allerdings mangelt es gerade an einer brauchbaren WLAN-Verbindung zu einem Router. Mit der DFÜ-Verbindung kann ich ohnehin leider gar nichts anfangen, was mich ziemlich ankackt. Ohne Onlinefunktionalität ist insbesondere die PS3 fast schon uncool, hier muss ich mir also dringend irgendeinen Trick überlegen – vermutlich wird’s darauf hinaus laufen, dass ich die Playstation per Netzwerkkabel verbinde und mir somit einen Accesspoint spare. Eine Alternative wäre der Kauf eines Wireless NAS, das auch als Router fungieren kann. Leider wird solch ein geiles Gerät, das gerade in England etwas mehr als die Hälfte vom hiesigen Preis kosten würde, nicht ins Ausland versendet. Mal sehen, was sich da noch machen lässt.
Ich habe mich heute auch noch um die Bestellung einer Leinwand gekümmert. Bezahlen werde ich nächste Woche, aber im Prinzip ist die Sache schon fixiert. Die Wahl ist nun auf die deluxx Multiformat vom Seja Videostudio gefallen. Das Teil kostet beinahe gleich viel wie der Beamer, aber das muss es wohl wert sein. Beim Kauf einer Leinwand hat man zumindest den Vorteil, dass man sich nicht in ein paar Jahren wieder ein neues Exemplar kaufen muss, weil das Teil veraltet ist. Wobei, wer weiß. Vielleicht benötigen dann die 3D-Wiedergabegeräte, die wohl in den nächsten Jahren zunehmend aufkommen werden, wieder eine spezielle Leinwandbeschichtung
Ne, vor sowas habe ich nun wirklich keine Angst. Die Qualität der Tücher hat gewiss in den letzten Jahren stetig zugenommen, aber ich bin mir auch sicher, dass man auch mit einer 20 Jahre alten Leinwand noch seine Freude hat, da sie ja nicht wirklich abgenutzt wird. Ich bilde mir jetzt also einfach mal, wie beim Bett ein Produkt “für’s Leben” gekauft zu haben. Jedenfalls war ich gleich so schlau und habe die Einbauversion geordert, für den Fall, dass ich irgendwann mal ein Wohnzimmer mit abgehängter Decke habe *grins* Was ist nun also so besonderes an der Leinwand? Das richtig Teure dran sind wohl definitiv die Motoren und deren Steuerung. Die Multiformat-Variante hat effektiv zwei Motoren, die eine variable Maskierung des Screens ermöglichen. Das bedeutet, dass man je nach Bildformat oben und unten immer einen perfekten schwarzen Abschluss hat. Eine recht gute Beschreibung zu diesem Konzept samt Vergleichsbild wie es mit und ohne Maskierung aussieht, gibt es beim AreaDVD Leinwandtest. Dort geht es zwar um einen anderen Hersteller, aber das Prinzip ist das gleiche. Als wichtige Besonderheit der Leinwand meiner Wahl kommen dann noch die Spannseile dazu. Diese sogenannte Tension-Variante sorgt für weniger Wellenbildung und somit ein praktisch planares Tuch. Diversen Recherchen zufolge gibt es übrigens die gleiche Leinwand unter unterschiedlichen Namen zu verschiedenen Preisen, wobei ich mich natürlich für die günstigste Variante entschieden habe
Zum Drüberstreuen guckte ich mich dann noch bei diversen All in One-Fernbedienungen um. Sowas wird dann definitiv auch Pflicht sein, wobei ich hier gerne eine Mischung aus Touchpad und Hardkeys hätte. Es sollen also die wichtigsten Funktionen über normale Tasten steuerbar sein, aber ein bisschen Touch kann auch nie schaden *lol* Harmony, Kameleon und Pronto sind hier die besten Exemplare. Letztere habe ich eigentlich schon seit langem im Auge, wobei die alten Geräte echt ekelhaft hässlich waren. Dafür hat Philips inzwischen das eigentlich perfekte Gerät auf den Markt gebracht: Philips Pronto TSU9400. Das Ding ist eine bi-direktionale Steuerzentrale mit der Möglichkeit, auch über Funk diverse Geräte wie zB eine Leinwand zu steuern. Ausbaufähig, skriptingfähig, usw. Ein gigantisches Teil zu einem besonders üblen Preis, den ich natürlich auch gleich recherchiert habe. Wirklich günstig ist das Teil nur in den USA erhältlich, wo es mit 450€ gerade mal halb so viel kostet wie bei uns. Ich sehe schon, auch hier werde ich diverse Tricks aus der Tasche ziehen und die Bestellung eben über Amerika abwickeln müssen. Die Möglichkeiten sind auf jeden Fall ein echter Burner und das Einhand-Design gefällt mir sehr gut. So viel mal von der aktuellen Kauf-Wahnsinns-Front.
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- Aladin, Pokern und Fotos - 2008
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- Datum: 2. Januar 2009
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