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Onkel Andys Tagebuch
  

Wein des Salons

1. Oktober 2008, 8 Mal gelesen.

Heute stand eine recht besondere Lehrveranstaltung an. Im Rahmen des Mediensynergie-Moduls, bei dem die Studs eine von drei Vertiefungen gewählt hatten, musste dennoch der komplette Jahrgang allen drei Vorlesungen beiwohnen. Man konnte also nicht wirklich den Arbeitsplan und sonst relevante Dinge für das Projekt besprechen, sondern musste sich doch eher oberflächlich halten. Der erste Teil unserer Vorlesung bestand aus einer Preisverleihung der Ars Electronica. Wie hier eh schon mal erwähnt hatte Megi leider nur eine Aufzeichnung von 1993, allerdings passten die Beiträge einfach super zu unserem Thema. Nachdem wir die sechs Auszeichnungen gesehen hatten, machten wir noch ein kurzes Publikumsvoting. Anschließend schickten wir die Leute in die Pause mit dem Hinweis, dass es anschließend doch sehr konkret wird und die Teilnahme daher freiwillig ist. Das hat die Studs aber nicht wirklich interessiert, denn nach den 10 Minuten tauchte wieder die komplette Meute auf. Sowas hätten wir uns damals ja nicht zwei Mal sagen lassen und schon wären wir in den PC-Pools zum Worms-Spielen verschwunden *g* Wie auch immer, ich denke, der zweite Teil lief wirklich gut und die StudentInnen zeigten doch reges Interesse an gewissen Themen. Ich startete mit dem kleinen Introvideo meiner Diplomarbeit, um eben das Motion Capturing einzuführen. Tatsächlich wussten die wenigsten Studenten von den Möglichkeiten in unserem Labor, weshalb das ein sehr wertvoller Input war. Es kamen auch etliche Fragen diesbezüglich, die ich dann teilweise später anhand des Pinguinanglers beantwortete. Megi stellte dann noch das gestern besprochene Problem von Moya vor. Wir diskutierten also mal im Plenum, ob es irgendeinen Sinn machen könnte, die derzeitigen sehr stylischen 2D-Darstellungen in 3D umzusetzen. Es entwickelte sich eine ganz nette Diskussion, dessen Grundtenor aber doch war, alles so zu lassen wie es ist. Im Übrigen gibt es tatsächlich schon eine ähnliche Herangehensweise von der Firma Odlo. Hierbei handelt es sich zwar um komplett andere Ware, aber einige Artikel werden in “leeren” Körpern präsentiert.

SalonweinNach dieser doch zufrieden stellenden Vorlesung traf ich mich mit Phil und Bernd zum Mittagessen in der Mensa. Wir laberten über die verschiedensten Dinge wie Camp, Zukunftspläne, mögliche gemeinsame Projekte, etc. Am Nachmittag beschäftigte ich mich noch mit den anstehenden Lehrveranstaltungen, ehe ich mich dann auf den Weg nach Bregenz machte. Mit Jonny traf ich mich um 17:00 beim Casino-Eingang. Es hatten sich zwar noch einige andere Leute angekündigt, allerdings waren die wohl nicht so gierig wie wir zwei und kamen erst Stunden später. Gierig meine ich nicht in Bezug auf Zocken, sondern Wein trinken. Denn heute fand wie jedes Jahr die Salon Weinverköstigung statt. Als Glückscard-Besitzer gab’S diesmal sogar Gratiskarten, wobei das Event ohnehin recht billig wäre. Bei unserem letztjährigen Besuch hatte ich beim Gewinnspiel Gratiskarten gewonnen, was ja auch nicht schlecht war ;) Wir zwei legten jedenfalls gleich mal ordentlich los und konzentrierten uns eigentlich auf die erste Seite des kleinen Info-Folders, auf der sämtliche Sieger und Auserwählte gelistet waren. Da uns die knapp dreißig Weinproben nicht genug waren, streuten wir hin und wieder noch eine Zusatzkostprobe ein *g* Etwa ne Stunde später tauchte dann Sabrina auf, Riki schaffte es auf Grund der Arbeit leider gar nicht. Inzwischen hatten wir die Weißweine schon beinahe durch, legten aber noch ein paar drauf, ehe wir zu den Roten kamen. Ja, man glaubt es kaum, aber wir haben fast gleich viel Zeit für rot zur Verfügung gehabt wie für weiß, obwohl wir letztere normalerweise massiv vorziehen. Aber das hat so ganz gut gepasst. Wir gesellten uns dann mal kurz zu Ludi, Mylchen, Mathias und Co, die aber natürlich in der Weinreihenfolge weit hinten lagen. Gegen Ende traf ich dann noch Christoph Winsauer samt Freundin, was auch noch recht amüsant war, zumal wir ja morgen gemeinsam auf Kurzurlaub fahren. Beim Sekt- und Süßweinstand ließen wir uns dann natürlich auch nicht lumpen, immerhin warteten hier doch die Highlights des Abends auf uns. Konnten uns die Weine soweit nicht übermäßig überzeugen, empfand ich die verschiedenen Sektvarianten vom Schilcher über den Weißburgunder bis zum Muskateller als ziemlich genial.

Jetzt fing der Stress halt richtig an, da pünktlich um 21:00 die ersten Flaschen abgeräumt wurden. Die Gnadenfrist ist hier leider nie so lange wie bei der Vinobile, also muss man schon noch ordentlich zulangen, um noch was abzubekommen ;) Amüsant war dann, als wir drei uns noch zu einem Tisch voller Weißweine pflanzten und mal gemütlich selbst einschenkten. Ein Service-Fritze motzte ordentlich rum, von wegen nix mit Selbstbedienung. Nachdem ich ihm aber die Info entlockt hatte, dass ohnehin alles fortgekippt wird, schenkte ich doch nochmals ohne schlechtem Gewissen nach. Um nicht peinlich wieder als Letzte herum zu lungern, nahmen wir diesmal die Gläser einfach mit in den Casinobereich. Bernd schrieb mir eine SMS, dass er soeben ieder abgezogen wäre. Mit Weinverkosten ging sich’s nicht mehr aus und das Zocken hat ihn dermaßen frustriert, dass er gleich wieder heim wollte. Uje, was für ein Hoiler. Ich zeigte mich dann immerhin solidarisch und schob auch noch einie Euros in die Casino-Kassen. Es wollte halt überhaupt nicht funzen, obwohl ich beim Black Jack eigentlich durchaus solide nach Standard-Taktik spielte. Nunja, wir gossen noch ein Glas Sekt nach, das sowohl Jonny als auch Sabrina gratis bekommen haben (wie sinnvoll an einem Abend wie heute..). Dazu gönnten wir uns noch einen kleinen Snack. Bernd und Karin liefen mir auch noch über den Weg und theoretisch hätte ich wohl mit ihnen heimfahren können, nahm aber doch den Zug. Mit der Regionalschnecke ist es halt schon ziemlich mühsam, gerade wenn man dann in Feldkirch auch noch laufen muss, aber naja. Ich nutzte die Zeit um viel Wasser zu trinken, immerhin sollte ich morgen ja wieder fit sein ;)

Vor Jahr und Tag..

 
 

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