Wordpress Onkel Andys Tagebuch|Filme |Spiele|Fotos
 

Chillen in Domaso

1. September 2009, 50 Mal gelesen.
 

Am Sonntag machte ich mich um halb zehn mit Bernd und Martin auf den Weg zum Supermarkt, um uns ein gediegenes Frühstück zu organisieren. Wir haben ordentliche Leckereien eingepackt und zumindest ich dachte mir eigentlich, dass dieser 70 Euro-Einkauf eh für zwei Tage reicht. Denkste. Wir haben praktisch sämtliche Vorräte gleich am Sonntag vernichtet ;) Dafür brauchten wir definitiv kein Mittagessen mehr. Angi und Martin sahen sich noch kurz Domaso an, kamen aber schon recht bald enttäuscht zurück. Offenbar gibt das so gepriesene Fischerdörfchen nicht wirklich was her. Die paar Örtchen weiter im Süden wären aber besonders nett gewesen. Die restlichen sechs haben es nach einer feinen Chilloutphase im Garten und im See bis zum Nachbarort Gravedona geschafft. Dort stiefelten wir mal eine Weile herum und gönnten uns schließlich einen feinen Eisbecher direkt am See. War ganz nett, wobei der Ort sonst auch nicht übermäßig viel zu bieten hatte. Um 17:00 Uhr wurden wir dann von Angi, martin und Riki verlassen. Wir gingen dann also nur noch zu fünft los, sahen uns auch noch kurz die Gässchen von Domaso an und speisten in einer Pizzeria. Auf dem Heimeg gönnten wir uns noch ein kleines Eis und daheim wurde schließlich noch ordentlich gepokert. Und zwar bis Mitternacht – denn am 31.8 gab es ja was zu feiern: Jonnys Geburtstag. Hanna warf einen soliden Champagner und eine Geburtstagsrakete in die Runde und wir erfreuten uns an beidem. Belebt durch den edlen Tropfen rissen wir spontan noch eine Runde Pantomime an. Wer den Begriff richtig erraten hatte, durfte anschließend einen vom vorigen Performer zugeflüsterten Begriff pantomimisch darstellen. Besonderes Highlight war dann Hannas Interpretation meines Mongowillis. Ewig schade, dass Bernd die Performance viel zu früh durch das Zurufen der Lösung abgewürgt hat ;) Wir hatten noch ne Weile Spaß mit vielen verschiedenen Begriffen und gingen schließlich um 2:00 Uhr ins Bett.

GeburtstagsessenDen Montag starteten wir erneut mit einem ziemlich dekadenten Frühstück. Zu Ehren von Jonny legten wir natürlich noch eins drauf und kauften auch frische Brioche, Eier und einen Martini Asti. Gegen Mittag pflanzten wir uns dann raus in die Sonne und kühlten uns zwischendurch immer wieder mal im See ab. Bernd und Hanna war dann das Rumliegen irgendwann zu blöd und sie zogen los, um sich ein Kanu zu mieten. Etwa ne halbe Stunde später paddelten sie auch schon daher und legten an unserem Privathafen an. Ich habe dann mit Jonny grad auch noch ne Runde gepaddelt, um mal zu checken, wie anstrengend die Sache ist. Schließlich ließen wir dann aber doch wieder unsere Sportkanonen an die Ruder und konzentrierten uns am Nachmittag auf ein paar Partien Poker. Bei unseren fünf Heads-Up Partien habe ich nicht gerade so gut ausgesehen. Die ersten beiden Matches habe ich kläglich verloren, wobei hier jonny auch wirklich ständig die Bomben getroffen hat. Danach machte ich es doch noch spannend und es kam schließlich zum entscheidenden Match unserer Best of Five Serie. Mit einem Straight/Flush-Draw am Flop hab ich es dann ein wenig übertrieben und schob all meine Chips in die Mitte. Jonny callte nach langem Nachdenken mit einem soliden Overpair und dem besseren Flushdraw. Tja, blöd gelaufen. Meine Sraße kam nicht daher und somit war ich der Loser. Als Bernd und Hanna wieder zurück waren, stiegen sie auch noch ne Runde ein, ehe wir dann in der Nähe speisen gingen. Der Halb-Wirt war eine sensationell schräge Type und drängte uns gleich die 1,5 Liter Bottle Hauswein an. Gleich teuer wie eine normale Flasche, aber doppelt so viel drin. Gegen so viel Logik konnten wir dann eigentlich nichts mehr einwenden. Immerhin ließ er uns vor der Bestellung auch noch ein Tröpfchen kosten, um sicher zu gehen, dass es sich nicht auch wieder um eine „Vino di Nonno“-Aktion handelt. Das Essen selbst war dann soweit ganz solide, dafür, dass das Restaurant aber von mehreren Seiten empfohlen wurde fehlte dann schon ein bisschen die Finesse. Immerhin erhielten wir am Ende noch eine Runde Grappa oder Limoncello aufs Haus, nachdem Hanna den beiden Hauschefitäten etwa zum zehnten Mal rein gedrückt hatte, dass Jonny Geburtstag feiert. Wir haben sogar noch das „Happy Birthday“ auf italienisch lautstark zum Besten gegeben und immerhin auch noch den Applaus mehrerer Gäste eingeheimst. In der Polonaise ging es dann noch zu einer feinen Bar am See, wo wir ne Eistüte zu uns nahmen, ehe wir dann gegen elf nach Hause zurück kehrten. Mit unseren Plänen, noch dies und das Spiel anzureißen wurde dann irgendwie nichts mehr. Wir jodelten zwar noch ein zwei Italo Hits mit, die aus meinem Handy mit Aktivboxen dröhnten, verfielen aber kurze Zeit später alle in einen kollektiven Tiefschlaf. Offenbar hat uns das Eis doch ordentlich zugesetzt ;) Wir erkannten jedenfalls die Zeichen und strichen tatsächlich noch vor Mitternacht die Segel.

Man sollte meinen, dass ich dann am nächsten Tag umso fitter aus den Federn schlüpfte, aber denkste. Der heutige Schlusstag war leider ein ziemlicher Heuler für mich. In der Nacht wurde ich durch diverse Verdauungsprobleme wach gehalten, die aller Vermutung nach von den Geschmacksverstärkern im Essen, die Bernd so spitzfindig herausgeschmeckt hatte, verursacht wurden. Am Morgen ging es mir leider auch nicht viel besser und ich musste den anderen beim genüsslichen Verzehr des Frühstücks zusehen, während ich nur an meinem Tee schlürfen konnte *sniff* Auch für eine letzte Schwimmaktion war ich zu schwach, und selbst unsere geplante Motorbootsfahrt mussten wir absagen, weil mir einfach zu unwohl war. Stattdessen brachen wir kurz nach dem völlig problemlosen Schlüssel/Kautionstausch kurz nach 14:00 Uhr in den Norden auf. In Chiavenna machten wir dann aber doch noch einen längeren Halt. Wir sahen uns ein wenig die nette Altstadt an und stärkten uns in einem netten Cafe auf dem Hauptplatz. Der Kamillentee hat mir dann eigentlich ganz gut getan, doch die Fahrt über den Splügenpass blieb schon eine kleine Herausforderung. Echt unpackbar, wie weit es da hinauf geht, man macht beinahe 2000 Höhenmeter. Bernd war von den Felsformationen vollends begeistert, während insbesondere die arme Hanna in der hinteren Reihe mit der Übelkeit kämpfen musste. Zum Glück war sehr wenig Verkehr, denn sonst wäre die Fahrt auf Grund der extrem engen Straße noch deutlich mühsamer geworden. Ein klein wenig absurd mutete dann die Zollstation ganz oben am Gipfel an. Kann man nur hoffen, dass der arme Knilch da oben nicht täglich diese Strecke fahren muss. Nun gut, in Splügen ist man dann Gott sei Dank eh recht bald unten und von da an geht es dann ohnehin im Eiltempo in die ganze Schweiz. Wir zogen den Weg gen Chur vor und waren so schließlich gegen sieben in Feldkirch. Daheim huschte ich dann fiebrig in Bett, nachdem ich entdeckt hatte, dass mir die Facebook-Hoschis aus Spaß einfach meinen Account deaktiviert haben. Ratten.

Fotos gibt es natürlich auch ein paar. Diese sind in meiner Fotogalerie zu finden.

Vor Jahr und Tag..

 
 

Kommentiere