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Pfingstwochenende

1. Juni 2009, 66 Mal gelesen.
 

Hier ein kurzer Rückblick auf das vergangene Pfingstwochenende. Am Freitag hatte Riki Dienst und so startete ich wieder mal einen Pokerabend. Das bisschen Zocken wurde eh schon längst überfällig. Selbst online habe ich in den letzten Wochen keine einzige Hand gespielt, womit mein Reloadbonus auf PKR wohl wieder dahin wäre. Naja. Wir waren insgesamt zu sechst. Neben Bernd, Hanna, Kalle und Batl beehrten uns auch die Rückkehrer Sandy und Dave. Die beiden hatten natürlich einiges zu erzählen, weshalb wir anfangs ne Stunde auf der Terrasse laberten. Dann ging es aber los mit ner ordentlichen Partie Cashgame. Ich hatte den ganzen Abend über nur die loppigsten Karten und war somit gezwungen, auch mal mit Müllblättern zu stealen. Dabei habe ich schon auf Position und Stacks geachtet und auch nur halbwegs potenzielle Blätter wie 6♥-9♥ gespielt. Das Ergebnis war dann etwas durchwachsen. Ein Mal rannte ich in Asse, wobei ich hier Gott sei Dank früh genug den Schwanz zurückgezogen habe, ein Mal musste ich auch auf einen Raise am Flop hin mein Drecksblatt wegwerfen, wobei ich hier schon zu einem Bluff-Allin ansetzen wollte. Allerdings gab es nach dem Raise einen Flat-Call, weshalb ich dann doch zum Wegwerfen tendierte ;) Es lief also nicht besonders großartig, aber in manchen Spots konnte ich wenigstens einen kleinen Gewinn einfahren. So hatte ich kurz vor Ende fünf Euro Gewinn. Einer kleinen Kamikaze-Aktion habe ich dann einen Endgewinn von 20 Euro zu verdanken. Ich kopiere Batl gerade Musik auf seinen USB-Stick, als mir zugerufen wird, dass alle gefoldet haben, nur Bernd hat im Smallblind gecallt. Das verleitet mich dann doch dazu, blind zu raisen. Bernd callte. Die As am Flop nutzte ich dazu, Bernd erneut zu raisen. Die Sache hätte auch wunderbar funktioniert, wenn er nicht gewusst hätte, dass ich meine Karten immer noch nicht gesehen habe. Insofern also eine ziemlich bescheuerte Aktion meinerseits, die aber am Ende wunderbar aufging. Ich stellte am River All-In mit der Überzeugung, dass ich in meiner Hand schon einen Buben haben werde, der mir die Straße bringt. Bernd callt mit seinem am Flop getroffenen König. Und siehe da, ich decke nicht nur einen, sondern gleich zwei Jungen auf und sacke die Kohle mit meiner Straight ein. Vermutlich hätte ich die Hand ziemlich gleich gespielt, auch wenn ich sie gesehen hätte. Aber vermutlich hätte dann Bernd auch am Flop gefoldet. So viel mal zu meinen Kamikaze-Aktionen ;) Wir spielten danach noch zwei Runden Buzz auf der PS3, was ziemlich witzig war.

Der Samstag startete mit dem längst überfälligen Besuch beim Friseur. Danach gingen wir – beinahe schon traditionell – in die Stadt, um ein bisschen am Markt einzukaufen. Ich krallte mir einen feinen Itakerkäse und geniale Oliven und so Zeugs. Danach musste natürlich auch noch ein Aperol Sprizz her. Leider bekamen wir in der Marktgasse wieder mal keinen Platz, aber am Leonhardsplatz war es ja auch ganz okay. Am frühen Nachmittag waren wir dann daheim, wo wir tendenziell auf der sonnigen Terrasse verweilten. Ansonsten passierte an dem Tag nicht mehr allzu viel. Gestern, Sonntag machte ich mich mit den Eltern auf den Weg nach Wildhaus. Wir machten dort eine letztlich doch ansehnliche Tour mit einer Dauer von knapp vier Stunden. Das Mittagessen in der Nähe des Voralpsees gab mir aber genug Kraft, um beim Rückweg genug Gas zu geben, um den üblen Regenwolken noch rechtzeitig zu entfliehen *uff* Mein für den Abend angedachter Besuch beim Billard Pfingstturnier wurde dann durch die Absage von Wolfi und das üble Wetter vereitelt. Es hätte dann später zwar wieder massiv aufgerissen, aber da hab ich dann schon einen Alternativplan geschmiedet. Bernd war ebenso Strohwitwer wie ich und so kam er bei mir vorbei. Wir plauderten zuerst ne Weile gemütlich auf der Terrasse, ehe wir dann gegen halb zehn mal die von ihm mitgebrachte DVD rein schoben. The Escapist hat uns in der Originalfassung doch ein wenig überfordert, sodass wir dann mal auf Deutsch umgestellt haben. Der Film brillierte hauptsächlich durch sehr coole Montage und mehr als nur solide Musik. Die asynchrone Erzählweise ist nichts Neues mehr, trug aber doch essentiell zum Spannungsaufbau bei. Leider fragt man sich im Laufe der neunzig Minuten des Öfteren, wie bescheuert die Sets gewählt wurden. So wühlen sich die Burschen durch unterirdische Gänge und laufen plötzlich durch eine riesige Säulenhalle, die kitschiger nicht hätte sein können. Die Auflösung am Ende legitimiert dann aber doch die fragwürdigen Sets und Aktionen und somit kann der Streifen doch empfohlen werden.

EscastormGegen Mitternacht führte ich Bernd dann noch die Wii vor. Wir hatten zwar schon mal mit den Rabbits geknüppelt, aber die Steuerung bei Tennis und Co ist doch viel eindrücklicher. Weniger überragend ist natürlich die miese Kindergrafik. Sie erfüllt zwar ihren zweck und kann zumindest durch gewisse Tiefenschärfe positive Akzente setzen, ist sonst aber wirklich schlichtweg gesagt scheiße. Ganz anders dann Motorstorm Pacific Rift auf der Playstation 3. Eines der wenigen Spiele, die man via Splitscreen auch zu zweit vor der Konsole zocken kann. Und was für ein Spaß das ist! Wir gaben uns fast drei Stunden lang ein Rennen nach dem anderen und schafften es zumindest ab und zu, die Computergegner hinter uns zu lassen. Der gezielt einzusetzende Boost und insbesondere die Abkühlung desselben, gigantische Sprünge und Karambolagen und sehr abwechslungsreiche Strecken machen das Game gerade mit mehreren Spielern zum absoluten Knüller. Den kommenden Expansion Pack könnte ich mir vielleicht echt holen. Apropos: den Playstation Store durchforste ich auch immer wieder mal nach kostenlosen Gimmicks. Dort gibt es dann tatsächlich auch hin und wieder mal ein paar nette Kostüme für Little Big Planet, Aufkleber für Motorstorm und ähnliche Dinge. Im US Store wurde sogar mal ein vollwertiges Spiel gratis angeboten, das ich mir natürlich sofort organisierte. Den einzigen gekauften Inhalt stellt ein Zusatzpack für Buzz dar. Ob das wirklich notwendig war, sei mal dahin gestellt, aber irgendwie konnte ich einem eigenen Fragenpack zu Horrorfilmen doch nicht widerstehen. Andere Add-Ons werden wohl erst interessant, wenn ich mal ein bisschen mehr Zeit in das Zeugs investieren kann ;)

Motorstorm Pacific Rift

PositivesNegatives
unglaublich geniale Strecken mit Mörderaction und Top-Grafik
Split-Screen sorgt für viel Spaß zu zweit
Festivals sind nur im Single Player Mode spielbar
Strecken sind teilweise unübersichtlich
Gesamturteil: Adrenalin pur. Ich kenne bis dato kein besseres Rennspiel im Arcade-Bereich. Pflicht!
Wertung
95%

Vor Jahr und Tag..

 
 

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