VR-Überblick Modulbibliothek
Die letzten drei Tage standen ganz im Zeichen der Lehre. Mit zehn Studierenden hielten Megi und ich die Modulbibliothek „VR Überblick“ als Blockveranstaltung ab. Darin haben wir ja inzwischen schon ordentlich Übung, allerdings haben wir diesmal das Programm doch ein wenig umgestellt. Die vorigen Durchläufe liefen zwar alle sehr gute, allerdings schien doch insbesondere der erste Tag immer zu intensiv und anstrengend zu sein. Viel Spielraum haben wir zwar ohnehin nicht, aber zumindest wollten wir unseren Input nicht so massiv strukturiert frontal vortragen wie bisher. Aus diesem Grund mischten bereits verschiedene theoretische Ansätze in unsere Präsentation ein, sodass wir den ganzen Vormittag für die erste Hälfte der klassischen Vorführung brauchten, die normalerweise etwa eine halbe Stunde dauert. Nachmittags wurde es dann noch eine Spur lockerer, weil die Studs hier unsere Gerätschaften wie Motion Capture, Haptik oder Shutterbrille selbst anfassen und erleben konnten. Folien zeigten wir nur, wenn sich’s grad gut ergab oder die Studierenden eine konkrete Frage zur Technik hatten. Auf diese Weise war die Information natürlich ein wenig löchrig, aber deutlich leichter zu verdauen. Im Laufe der Veranstaltung erkannten wir hier und da noch ein Informationsdefizit, das wir dann ad hoc zu eliminieren versuchten. Ich denke, im Großen und Ganzen hat das gut funktioniert, wobei natürlich vom einen oder anderen mehr theoretischer Input gewünscht war. Durch das Brainstorming und Zusammenfassen am Ende des ersten Tages wurde aber doch ein ordentliches Fundament für die anstehende Recherchearbeit gelegt. Wie schon die letzten Male sollten die Studierenden alles, was ihnen zu den Themen VR Eigenschaften, Devices und Anwendungen einfällt, auf Kärtchen schreiben und auf einer Pinnwand festhalten. So konnten im Diskurs noch einige Fragen geklärt werden, die offen blieben.
Am zweiten Tag ließen wir die Studs dann ihre Projektideen nicht in der Gesamtgruppe vorstellen, stattdessen diskutierten nur Megi und ich die Vor- und Nachteile der Ideen. Eigentlich ergab sich das so auf Grund eines kleinen Missverständnisses, aber diese Kleingruppendiskussionen werden wir bestimmt auf diese Wiese beibehalten. Nachdem die Themen festgeklopft waren, hatten nun die Studs ein wenig Zeit, ihr Konzept auszuarbeiten. Sie sollten sich eine Anwendung ausdenken, die VR-Geräte mit einbezieht. Es konnten komplett neue Ideen entstehen oder einfach bestehende Abläufe mittels VR optimiert werden. Am Nachmittag stand dann eine zweistündige Einführung in die 3D-Computeranimation an. Witzig ist immer wieder, dass diese recht kurzen Crashkurse, in denen doch alles ein bisschen angefasst wird, ganz gut funktionieren. Die eigentlichen Probleme, gerade mit Maya, tauchen dann erst beim Experimentieren und Rumprobieren aus. So liefen die etwas mehr als zwei Stunden ganz prächtig. Ich bin wie bisher die Erstellung eines Schranks durchgegangen und die Studs versuchten praktisch, meine Arbeitsschritte nachzuahmen. Nach dem Erstellen von Quadern, Extrudieren von Faces und Transformieren des Objekts zeigte ich, wie man rotationssymmetrische Objekte erstellt und was man mit Lofting anstellen kann. Für das Texturieren und Animieren blieb leider nicht mehr allzu viel Zeit, aber das Wichtigste wurde mal platziert. Prinzipiell wäre mehr Zeit schon sinnvoll, allerdings wird es dann mit der Erarbeitung des Konzepts zu knapp.
Dafür musste nämlich noch die Zeit nach der Maya-Sache genutzt werden. Immerhin sollte das Paper am dritten Tag praktisch schon finalisiert sein. Alle drei Gruppen konnten wie erhofft am Morgen ihre Papiere mit uns durchgehen. Megi und ich gaben noch ein paar Verbesserungsvorschläge und dann stand noch ein wenig Zeit zur Finalisierung der Konzepte sowie Präsentationen zur Verfügung. Die drei Gruppen haben dann am Nachmittag ihre Ideen der Gesamtgruppe vor. Dabei waren ein paar ganz nette Sachen dabei und die Diskussionen im Anschluss an die etwa 20minütige Vorstellung waren durchaus fruchtbar. Die anschließende kurze Evaluation gab uns jedenfalls Recht: zwar wurde durchaus bemängelt, dass für alles zu wenig Zeit vorhanden ist, aber dafür können wir nun wirklich nichts. Der theoretische Input hätte sicher noch ausführlicher sein können, allerdings gab es diesbezüglich kaum Kritik. Im Gesamten kam natürlich die recht lockere Atmosphäre gut an, auf die wir heuer noch bewusster durch die Umstellung des ersten Tages geachtet haben.
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- Datum: 1. April 2009
- Kategorie: Arbeit, 3D, Arbeit, Arbeit, Unterrichten
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