4. März 2010, 30 Mal gelesen.
In der zweiten Woche in Norwegen waren hauptsächlich die Studenten an der Reihe. Wir Dozenten waren abwechselnd als Helpdesk eingeteilt, so hat es schon mal halbe Tage gegeben, an denen man ein wenig an anderen Dingen arbeiten konnte. Meine Maya-Kenntnisse waren dann noch des öfteren gefragt, da doch vier unserer Studs das 3D-Modeling in Angriff nahmen. Die richtigen 3D-Designer haben leider völlig gefehlt, sodass rein visuell natürlich nicht allzu viel machbar war. Immerhin hatte ich unseren Informatikern gerade mal einen Tage lang 3D Computergrafik mit Hilfe von Maya näher gebracht und nicht vermutet, dass sie das Tool wirklich in den zwei Wochen brauchen würden. Ich war dann eh positiv überrascht, wie gut die Jungs damit zurecht gekommen sind. Da sind schon ein paar ganz nette, wenn auch simple Modelle entstanden, alle Achtung.
Zwei kleine Abendprogramme gab es in dieser Woche auch noch: am Montag Abend ging ich nochmals mit Karl-Heinz ins Hallenbad. Wir haben dort wieder etwa 90 feine Minuten mit Schwimmen, Chillen und Wellenbeckenspaß verbracht. Auf dem Rückweg gönnten wir uns dann noch yammi Fastfood beim Burger King, oops
Die Zwiebelringe waren aber mal eine willkommene Abwechslung zu den Pizzastücken, wobei ich nach den ersten paar Tagen meinen Pizzaverzehr ohnehin konstant nach unten geschraubt habe. Ein Social Event war dann noch am Mittwoch angesagt. Leider wurden wir Dozenten wieder von den Studs eher abgeschirmt, was diesmal aber wohl nicht anders machbar gewesen wäre. Wir erhielten nämlich eine Führung durch die Kathedrale, definitiv das beeindruckendste Gebäude der Stadt.
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28. Februar 2010, 25 Mal gelesen.
Am Samstag schloss ich mich einer 15köpfigen Studententruppe an und fuhr mit ihnen per Tram zum großen Sliding Event. Kindheitserinnerungsalarm! Ich bin definitiv schon einige Jahr(zehnte) nicht mehr mit einem Müllsack den Hügel runter gerutscht
Dabei muss ich sagen, hat die Sache wirklich Spaß gemacht. Ich bin ja zugegebenermaßen kein großer Rodelfan, aber mal dezent ohne Hilfsutensilien einen kleinen, wenn auch halbwegs steilen Hügel hinunter zu düsen ist ganz witzig. Natürlich ist der Spaß schnell vorbei, da man ohnehin nicht viel öfters als 2, 3 Mal hinauf laufen möchte, und sei der Weg noch so kurz. Ob wir mit unseren Müllsackhosen einen neuen Modetrend ins Leben rufen konnten, wage ich zu bezweifeln, aber für unser eigenes Amusement war das Outfit auf jeden Fall gut genug. Beim Runtersliden muss man halt ein bisschen auf den Rücken aufpassen, da man natürlich jede kleine Unebenheit volle Kanne am ganzen Körper zu spüren bekommt. Nach zwei soliden Downhill-Aktionen kamen wir dann auch schon zum gemütlichen Teil, dem Grillen. Natürlich war ich wieder mal der einzige Vegi in der Runde, aber ich habe schon mit dem Kauf von Marshmallows vorgesorgt gehabt.
Den Sonntag ließ ich ziemlich ruhig angehen. Zuerst hieß es mal Ausschlafen, ach, welch Wohltat. Insbesondere, weil ich in der Nacht davor doch noch länger am Schnitt des kleinen Sliding-Videos gesessen bin. Nach dem ausgedehnten Frühstück riss ich einen ebenso ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt an. Ich wollte das perfekte Wetter dazu nutzen, doch nochmals ein paar schöne Videoaufnahmen in den Kasten zu bringen. Zuerst schlenderte ich zum Hauptgebäude der Uni hinauf, danach peilte ich den Fernsehturm.
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26. Februar 2010, 46 Mal gelesen.
Das Intensive Program startete mit einem kurzen Überblick über die kommenden zwei Wochen, diversen Grußworten und einer netten Präsentation zu Trondheim. Der Touristen-Chefe der Stadt klärte uns hauptsächlich über die historischen Belange von der Gegend auf und gab zudem einen kurzen Einblick in die kulturellen Belange. Blöderweise finden natürlich sämtliche relevante Events im Sommer statt, während momentan eher tote Hose herrscht. Ganz witzig war dann noch der Vortrag zum Thema “kulturelle und sprachliche Unterschiede”. Hierbei lernten wir einige lustige Eigenheiten der Norweger kennen (1. Stock = Erdgeschoß, jeder hat einen Zweitwohnsitz in Form einer Hütte in den Bergen, etc.), wir wurden aber auch auf durchaus relevante Spezialitäten der englischen Sprache aufmerksam gemacht (inflammable = flammable). Besonders interessant waren aber auf jeden Fall die Präsentationen der Studentengruppen. Jede Nation hatte hier ganz eigene Ansätze. Während die norwegischen Teams hauptsächlich mit der Coin3D-Software experimentiert hatten, versuchten die Iren gleich ein kleines Bohrinselszenario digital umzusetzen. Unsere Studs hingegen hatten einen theoretischen Ansatz und trugen eher spezielle Spielideen und Grundkonzepte vor. Und die Höllander wiederum bastelten kleine Prototypen auf Papier, so richtig mit Spielkarten usw. So hatten wir ein richtig schönes Sammelsurium aus verschiedensten Ideen und Herangehensweisen, was bereits auf eine interessante Zusammenarbeit schließen ließ.
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- Kategorie: Arbeit, 3D, Arbeit, Unterrichten, Ausgang, Unterwegs, Erholung, Urlaub
- Stichworte: Essen, Sightseeing, Trinken, Trondheim, Vortrag
- Wortanzahl: 1720 Wörter
21. Februar 2010, 44 Mal gelesen.
Am Freitag ging es direkt nach den letzten Vorbereitungen mit den Studs per Bus nach Zürich. Nach einer 90-minütigen Fahrt waren wir um 18:30 Uhr beim Flughafen. Bei den Swiss-Schaltern wurden beinhart sämtliche Kunden an die Self Check-In Automaten weiter verwiesen. Als Gruppe erhielten wir aber eine Sonderbehandlung und durften an einen entsprechenden Gruppenschalter. So richtig schnell ging das Prozedere dort zwar auch nicht von statten, aber wir waren ja auch in der Schweiz
Nachdem nun jeder seinen Ausweis abgegeben hatte, die Pickerl auf den Koffern geklebt waren und jeder sein Ticket hatte, konnten wir uns noch eine halbe Stunde auf dem Flughafen vergnügen. Um 1:00 Uhr stieg ich dann mit Karl-Heinz in Trondheim in den Flybussen, während die Studs von einem Taxi abgeholt wurden. Nach einer halben Stunde waren wir dann in unserem Augustin Hotel mitten in der Stadt.
Am gestrigen Samstag starteten Karl-Heinz und ich den Tag mit einem ziemlich ausgiebigen und leckeren Frühstück. Wir haben innerhalb einer Stunde das halbe Buffet leer gefegt, na, zumindest ich
Im Zimmer erhielt ich dann einen Anruf von Jan, einem der Organisatoren hier vor Ort. Er bot uns an, eine kleine Rundfahrt durch die Stadt zu machen und anschließend noch was Kleines zu essen. Dieses nette Angebot nahmen wir natürlich gerne wahr. Zu Mittag wurden wir dann abgeholt und mit dem Auto zu den verschiedenen Stadtvierteln geführt. Die großen Sehenswürdigkeiten gibt es hier ja nicht, die Stadt punktet viel mehr durch ihre Landschaft und die schön eingebetteten Holzhäuser.
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19. Februar 2010, 64 Mal gelesen.
Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der Vorbereitung für das Intensive Program in Norwegen, wo ich heute hingeflogen bin. Worum geht es da genau? Das IP ist ein EU-Programm, bei dem aber offensichtlich auch Nicht-EU-Mitglieder mitmachen dürfen *g*, das interkulturelle und interdisziplinäre Studentenprojekte fördert. So in etwa zumindest
Die Uni in Trondheim hat weitere Hochschulen aus Irland, Holland und eben Österreich zu sich eingeladen, um sich zwei Wochen lang vor Ort mit dem Thema Serious Gaming auseinander zu setzen bzw. ein konkrete Produkt zu erstellen. Insgesamt sind 60 Studierende vor Ort, die in kleineren Teams an einem Lernspiel für das Unternehmen Statoil arbeiten werden. Als Programmierbasis fungiert hier der Open Inventor-Klon Coin3D, der es ermöglicht, interaktive 3D-Welten in C++ zu generieren. Ja, ich der große Meister des Programmierens. Das war noch eine ziemliche Herausforderung, mich in das Ganze einzuarbeiten. Ich habe ja noch nicht mal mit Visual Studio gearbeitet, was beim Projekt als Entwicklungsumgebung genutzt wird. Geschweige denn einen großen Plan, was diese ganzen Bibliotheken wie Coin, Bullet, QT, etc. können. So habe ich vergangene Woche noch brav Bücher und Folien gewälzt, am Wochenende die Beispielprojekte durchgearbeitet und an den Faschingsabenden das nun spärlich vorhandene Wissen gefestigt.
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10. Februar 2010, 101 Mal gelesen.
Google Earth ist schon eine nette Sache. Dort kann man nämlich neben all den bekannten leckeren Dingen wie 3D-Gebäude, Wolken, Fotos, etc. auch den Sonnenstand anzeigen lassen. Da ja die Berge und Hügel ziemlich genau in 3D implementiert sind, ist somit eine recht realistische Analyse des Sonnenstands zu sämtlichen Jahres- und Tageszeiten möglich. Prinzipiell wäre es ja auch möglich, eigene Gebäude in das Tool zu stecken. Allerdings ist für solch kleine Objekte und Bäume die Schattenberechnung dann doch zu grob. Der sinnvollere Ansatz scheint hier dann doch ein professionelles 3D-Tool zu sein. Maya hat mich soweit ja noch nie enttäuscht und erweist sich auch hier wieder als geeignetes Mittel, zumindest mit Hilfe eines MEL-Skripts. Während Cinema4D und 3ds Max scheinbar schon per se einen korrekten Sonnenstand implementiert haben, ist eine Simulation in Maya nur Dank eines Users möglich. Das Skript GeoSun, das auf creativecrash, ehemals Highend3D zu finden ist, scheint hier aber jedenfalls einen sehr professionellen Ansatz zu verfolgen.
Unser Haus habe ich übrigens von SweetHome3D als OBJ exportiert und in Maya importiert. Ich habe inzwischen ein paar andere Tools getestet, das Freeware-Tool ist aber meiner Meinung nach klar das komfortabelste. Das Dach habe ich mir noch schnell über ein anderes Tool generiert und über das 3ds-Format ebenfalls in Maya rein geladen. Der Datenaustausch hat hier eigentlich ganz gut funktioniert. Zwar zickt SweetHome3D, wenn man einen kompletten Grundriss samt Inneneinrichtung exportieren will, vorerst spielt aber das Innenleben eh noch keine Rolle.
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9. Februar 2010, 60 Mal gelesen.
Heute Nachmittag nahm ich mir kurzerhand frei, da Riki einen arbeitsfreien Tag hatte. Wir nutzten das herrliche Wetter aber nicht wie so manch Vorarlberger zum spontanen Schifahren, sondern – in Vorarlberg sicher auch ganz legitim – um das Grundstück für den Häuslebau genauer unter die Lupe zu nehmen. Es schien uns sinnvoll, gerade jetzt im Winter mal den Sonnenstand zur Mittagszeit und die Nachbargebäude zu checken. So spazierten wir mal gemütlich in die Stadt hinunter, durch die Illschlucht und schließlich durch ein paar kleine unbekannte Straßen in Gisingen.
Der Schnee war uns eine feine Planungshilfe. So konnte ich den Grundriss Pi mal Daumen in den Schnee trippeln, wodurch sich die Abstände zum Grundstücksrand gut einschätzen ließen. So wurde auch klar, dass 23 Meter gar nicht mal so viel sind wie wir uns erhofft hatten. Eine Positionierung des Carports in den Norden ist jedenfalls absolut unmöglich, da wir dann im Süden direkt vor den Müllsäcken der Nachbarn sitzen.
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- Kategorie: Hausbau
- Stichworte: Haus
- Wortanzahl: 890 Wörter